Finanzierungskonzepte und Fördermöglichkeiten

 

Eine Solaranlage kostet Geld. Wer soll das bezahlen?

Keine Bange, denn auch für diese wichtige Frage gibt es interessante Finanzierungsmöglichkeiten und auch Förderprogramme.

So gab es für die 10 Gewinnerschulen im Rahmen dieses Wettbewerbs einen Zuschuss von 2500 € pro Anlage.

SunTechnics spendierte zur PV-Anlage ein internetgestütztes Fernüberwachungssystem. Für Solaranlagen an Schulen in Hannover stellte die Stiftung der Sparkasse Hannover weitere 5000 € bereit.

Eine besonders wichtige "Förderung" stellt die Einspeisevergütung dar. Für durch eine Fotovoltaikanlage erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeisten Strom gibt es eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung. Diese wird für 20 Jahre garantiert und macht eine Fotovoltaikanlage auch unter Rentabilitätsaspekten besonders interessant. Ganz besonders gilt dies, nachdem die Einspeisevergütung zum 1. Januar 2004 deutlich angehoben wurde. In der Regel gibt es demnach 57,4 Cent Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde PV-Strom, bei PV-Fassaden-Anlagen sind es sogar 62,4 Cent je kWh. Jedes Jahr sinkt der Vergütungssatz um 5% (bleibt aber dann für 20 Jahre konstant!); für im Jahr 2005 installierte Solaranlagen beträgt somit der Regelfördersatz 54,5 Cent.

Wie hoch die Einspeisevergütung bei der eigenen Anlage ist, wird kostenlos berechnet unter www.solarrechner.de

Für Schulen besteht sogar die Möglichkeit, sich durch eine Solaranlage eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen - und das für 20 Jahre lang! Glauben Sie nicht? Dann nehmen Sie sich ein Beispiel an der Schloss-Schule Stolzenau, die eine 50.000 € teure Solaranlage aus eigener Kraft finanziert hat und nun jährlich ca. 4.600 € aus der Einspeisevergütung vereinnahmt - Geld, das für Projekte und Anschaffungen der Schule zur Verfügung steht.

In dem Leitfaden "Der Weg zur Schulsolaranlage" (Info siehe Button links) werden viele Tipps gegeben, wie man das Geld für eine Solaranlage zusammenbekommt und welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Eine absolut wichtige und hilfreiche Informationsquelle sind zudem die Internetadressen www.solarfoerderung.de und www.solarserver.de .

Eine Fördermittelübersicht für die Region Hannover finden Sie unter www.klimaschutz-hannover.de

 

Ergänzend werden hier noch einige weitere Tipps und Hinweise gegeben.

 

 

Finanzierungsmodelle

 

Als Betreiber der Solaranlage und damit Investor muss nicht zwangsläufig die Schule oder der Schulträger selbst auftreten. Innovative Finanzierungsmodelle sind an anderen Schulen schon erfolgreich umgesetzt worden.

 

Zunächst einmal wäre naheliegend, dass die Schule oder der Schulträger selbst als Investor für die Schulsolaranlage auftreten. Angesichts der Etat-Situation an den Schulen sowie bei den Schulträgern (Kommunen, Land) ist diese Möglichkeit zwar nicht ausgeschlossen, aber häufig nicht gegeben (bei Schulen in anderer/privater Trägerschaft kann die Situation eventuell besser aussehen - wir empfehlen, dies jeweils abzufragen).

 

Somit bleibt als eine der wichtigsten Fragen zu klären, wer für die Schulsolaranlage als Investor/Betreiber auftreten kann. Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten und innovativen Finanzierungsmodellen, die an anderen Schulen auch schon erfolgreich umgesetzt worden sind:


1. der Schul-Förderverein finanziert und betreibt die Solaranlage.

Grundsätzlich ist es auch Schulfördervereinen möglich, aus Vereinsmitteln (Spenden, Zuschüssen, Darlehen) eine Solaranlage zu finanzieren und Überschüsse aus der Einspeisevergütung wiederum für Schulzwecke einzusetzen. Unbedingt geklärt werden muss vorab, ob die Satzung des Schul-Fördervereins diesen Zweck abdeckt und das Finanzamt mitspielt. In der Regel wird eine Satzungsänderung notwendig sein, die hinsichtlich der steuerlichen Fragen, insbesondere hinsichtlich der Gemeinnützigkeit und der Umsatzsteuerabzugsfähigkeit, mit dem Finanzamt im Vorfelde abgestimmt werden muss!


2. ein eigener Verein wird neu gegründet, der die Solaranlage finanziert und betreibt.

Diese Möglichkeit bietet sich an, wenn der Schulförderverein nicht als Investor auftreten will/kann. Auch hier sind unbedingt o.g. Fragen vorab mit dem Finanzamt zu klären.

 

3. Eine weitere, besonders innovative Möglichkeit besteht darin, dass eine Schülerfirma zum Betreiben der Solaranlage gegründet wird.

Dass sich eine Solaranlage gut als Betätigungsfeld für eine Schülerfirma eignet, zeigen Beispiele aus anderen Bundesländern. In Niedersachsen gibt es bisher nur vereinzelt Solaranlagen-Schülerfirmen.
 


4. Lehrer, Eltern und sonstige Interessierte gründen eine Betreibergesellschaft für die Solaranlage an der Schule

Meist geschieht dies in der Rechtsform einer "Gesellschaft bürgerlichen Rechts" (GbR), die nur wenige formal-organisatorische Voraussetzungen hat. Die Solaranlage kann dann durch (verzinsliche) Einlagen der Gesellschafter und /oder teilweise auch zinsgünstige Darlehen finanziert werden.  

Hierbei unterstützt Sie unser Projektpartner SunTechnics gerne mit Informationen und seinen Erfahrungen aus bereits durchgeführten Solarprojekten.

 


5. Anbieter von "Solaranlagenfonds" organisieren für die Schulsolaranlage eine Beteiligungsgesellschaft

Es gibt eine Reihe von etablierten Beteiligungsgesellschaften, die z.B. Solarfonds oder andere Beteiligungsmöglichkeiten anbieten und die Gelder in Solaranlagen investieren. Durch die Erträge aus der Einspeisevergütung wird den Anlegern eine "normale" Verzinsung gezahlt
In der Regel sind für solche Beteiligungsgesellschaften vor allem große Anlagen (ab 100 kWp sprich mind. 1000-3000 qm Dachfläche) interessant. Unser Projektpartner SunTechnics und dessen Schwesterfirma Voltwerk AG bieten auch Beteiligungsgesellschaften an. Ob Ihre geplante Schul-Solaranlage dafür in Frage kommt, sollte abgeklärt werden.

Besonders passend ist es natürlich, wenn die "Kapitalanleger" auch aus dem Umfeld der Schule kommen/gewonnen werden können.

 

6. private Investoren

Für eine Schulsolaranlagen kommen aber auch noch andere private Investoren, wie z.B. Unternehmen oder auch Einzelpersonen in Frage. Gerade unter dem Aspekt der langfristig soliden Kapitalanlage und Altersvorsorge sind Solaranlagen auch für den privaten Geldanleger eine interessante Alternative zu anderen Sparformen.

  

öffentliche Mittelgeber

Bundeswirtschaftsministerium

Das Förderprogramm "Sonne in der Schule" des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt Fotovoltaikanlagen für Schulen pauschal mit 3000 Euro. Informationen über Fördermöglichkeiten, Merkblätter und Antragsformulare gibt es im Internet unter www.bafa.de . Antragsteller muss der Schulträger sein.

Unser Tipp: Es gibt Schulen, die ihre Schulsolaranlage "dreigeteilt" haben und dann 3 x 3000 € BAFA-Zuschuss vereinnahmt haben!

 

Land Niedersachsen              www.niedersachsen.de

Das Programm zur Förderung von Solaranlagen ist 2003 ausgelaufen. Jetzt wird die Errichtung von Solaranlagen grundsätzlich nicht mehr gefördert, es sei denn, es handelt sich um besonders innovative, technologisch beispielhafte Pilotprojekte.

 

Region Hannover         www.region-hannover.de

Die Region unterstützt die Errichtung von Solaranlagen mit bis zu 8000 € und zusätzlich bis zu 3000 € für die Visualisierung.

 

Stiftungen

Niedersächsische Umweltstiftung         www.umweltstiftung.niedersachsen.de

Die Stiftung fördert grundsätzlich auch Solarprojekte. Die Förderung lag bisher im Durchschnitt aller Projekte bei ca. 5-7.500 €. Anträge sind mit einem Formblatt einzureichen; der Vorlauf bis zu einer Entscheidung beträgt 3-6 Monate.

Wir empfehlen auf jeden Fall einen Antragstellung!

 

Niedersächsiche Lottostiftung (BINGO-Lotterie)  www.lottostiftung.de

Grundsätzlich kommt auch diese Stiftung als Förderer in Betracht, allerdings fördert die Stiftung bereits dieses Projekt "Solar-Spaß an Schulen". Diese Förderung kommt auch den 10 Gewinnerschulen dieses Wettbewerbs durch einen Zuschuss zugute. Dennoch ist eine zusätzliche Förderung durch die Lottostiftung nicht ausgeschlossen - einige gewinnerschulen haben dies erfolgreich erreicht.

weitere Stiftungen siehe auch unter "Wirtschaft" unten

 

Wirtschaft

Regionale Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke sollten auf jeden Fall auf (finanzielle) Unterstützung angesprochen werden.

 

ProKlima Klimaschutz-Fonds Hannover             www.proklima-hannover.de

Der Sonderfonds fördert Projekte in Hannover und einigen Umlandgemeinden und wird maßgeblich aus Gewinnen der Stadtwerke Hannover gespeist. Eine Solaranlage kann mit bis zu 15.000 € gefördert werden. Für Schulprojekte in der proKlima-Region empfehlen wir eine Antragstellung auf jeden Fall.

 

Sparkassen (und Sparkassenstiftung)

Auch die regional verwurzelten Sparkassen kommen als Förderer in Betracht und sollten auf jeden Fall angesprochen werden.

Die Niedersächsiche Sparkassenstiftung fördert Solarprojekte leider nicht!

Um durch die Regionalstiftung der nds. Sparkassen gefördert zu werden, muss bei der Sparkasse vor Ort ein Antrag eingereicht werden.

Daneben haben manche Sparkassen auch eine "eigene" Stiftung. Die Stiftung der Sparkasse Hannover hat z.B. im Rahmen des Wettbewerbs "Solar-Spaß an Schulen" 5000 € für Schulsolarprojekte im Stadtgebiet Hannover bereit gestellt!.

 

Volks- und Raiffeisenbanken (und deren Stiftungen)

Auch die regional verwurzelten Volks- und Raiffeisenbanken (und natürlich alle anderen Kreditinstitute) kommen als Förderer in Betracht und sollten auf jeden Fall angesprochen werden.

Um durch die VR-Stiftung Volksbanken RaiffeisenbankenStiftung gefördert werden, muss bei der  Volks- bzw. Raiffeisenbanken vor Ort ein Antrag eingereicht werden.

Daneben haben manche Volks- und Raiffeisenbanken auch eine "eigene" Stiftung.

 

Unternehmen vor Ort

Es sollte auf jeden Fall versucht werden, zumindest auch von den größeren Unternehmen vor Ort einen Beitrag zur Schulsolaranlage zu bekommen. Beste Aussichten gibt es, wenn besondere Beziehungen zwischen Schule und Unternehmen bestehen (z.B. die Kinder des Geschäftsführers die Schule besuchen).

 

Solarhersteller

Unternehmen der Solarwirtschaft wie Hersteller, Planungsgesellschaften und Handwerksbetriebe wollen natürlich in erster Linie mit Ihrer Leistung Geld verdienen, denn das ist ihr Geschäft. Wo ein besonderer Bezug zum Schul-Solarprojekt besteht, besteht aber manchmal auch die Bereitschaft, das Projekt durch kostenlose oder kostengünstige Angebote und Mitwirkung zu unterstützen. Fragen lohnt allemal!

Adressen von Solarfirmen findet man unter www.solarwirtschaft.de , von Solarhandwerkern unter www.zentralverband-shk.de  

Im Rahmen dieses Projekts "Solar-Spaß an Schulen" unterstützen der Solarmodulhersteller Stiebel Eltron aus Holzminden sowie der PV-Anlagen-Anbieter SunTechnics Schulen in ganz besonderer Weise bei der Errichtung einer Solaranlage. Näheres hierzu erfahren Sie, wenn Sie den Button "weitere Unterstützer" rechts anklicken!

 

Bankdarlehen

Auch ein normales Bankdarlehen kommt zur (Teil-)Finanzierung der Solaranlage in Betracht. Schließlich erwirtschaftet die Solaranlage (via Einspeisevergütung oder Energieeinsparung) einen Ertrag, der zur Bedienung des Kredits (Zinsen und Tilgung) eingesetzt werden kann. Meist reicht es schon, wenn man ein Drittel oder ein Viertel der Investition für die Solaranlage durch anderweitige Geldgeber/Sponsoren aufbringt und den "Rest" über ein Darlehen. Ist dieses (planmäßig nach 10-20 Jahren) getilgt, kann die Einspeisevergütung anderweitig verwendet werden.

Ein Kredit ist auch zur Vorfinanzierung von Kosten oft unabdingbar.

Besonders zinsgünstige Kreditprogramme für Solaranlagen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de ) besonders interessant.

 Für Solarstromanlagen gibt es bis zu einer Darlehenshöhe von 50.000 € seit 1.1.2005 das Programm "Solarstrom erzeugen", das allen Antragstellern (außer Kommunen), also auch privaten und gewerblichen Betreibern oder Vereinen, offensteht.  
Mitte Januar 2005 betrug der Effektivzins nur 3,99 % bei 10-jähriger Zinsbindungsfrist. Für größere Anlagen gibt es das Kfw-Umweltprogramm.

Auch die Umweltbank (www.umweltbank.de) bietet spezielle Konditionen und viel professionelles know-how, was die Finanzierung von Solaranlagen anbelangt. Natürlich bleiben