Projektinformation - das Projektergebnis in Kürze

 

Von November 2004 bis Juni 2007 führte B.A.U.M. e.V. das Projekt "Solar-Spaß an Schulen" in Bremen durch.

Das Projekt sollte Aspekte des Klimaschutzes mit praxisbezogener Bildungsarbeit an Schulen verbinden. Kernziel des Projekts war es, Schulen auf den Weg zur "Solarschule" zu bringen. Zum einen sollten Schul-Solaranlagen entstehen, zum anderen sollte das Thema Solarenergie auch im Unterricht stärker verankert werden.

Als Impuls für die Schulen organisierte B.A.U.M. einen Wettbewerb, bei dem es für bis zu zehn Schulen je 2500 € Zuschuss zur Solaranlage zu gewinnen gab.

Als Schirmherr für das Projekt konnte der Bremische Bürgermeister Dr. Henning Scherf sowie dessen Nachfolger Jens Böhrnsen gewonnen werden. Die Projektjury konnte mit dem Bremer Bildungssenator Willi Lemke, dem Bremischen Umweltsenator Jens Eckhoff bzw. dessen Nachfolger Ronald-Mike Neumeyer und weiteren hochrangigen Persönlichkeiten fachkompetent besetzt werden.

Den Schulen wurde auf dem Weg zur Solarschule umfassende Hilfestellung und Unterstützung angeboten, z.B. ein Leitfaden zu Solarprojekten, eine Beratungshotline und eine Projektwebsite mit ausführlichen Informationen auch zu Finanzierungsmöglichkeiten. Mehrfach und auf verschiedenen Wegen wurden alle Schulen in Bremen/Bremerhaven auf dem Wettbewerb hingewiesen. Zudem wurde auf zahlreichen Veranstaltungen vor Ort das Solarschulen-Projekt präsentiert. Auch die beiden Fachtagungen im April 2005 und Juli 2006, die in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Loccum organisiert wurden, wurden von Vertretern Bremischer Schulen rege besucht.

Das Internet bot als modernes Informationsmedium den einfachsten Zugang zu Informationen. Bis Ende April 2007 wurde mehr als 3500 mal die Projektwebsite für das Solarprojekt Bremen aufgesucht. Mit 1500 Zugriffen fand vor allem die Information zu Fördermöglichkeiten Anklang. Über 150 mal wurde auch der Projektleitfaden heruntergeladen.

Sechs Schulen aus Bremen und vier aus Bremerhaven haben sich schließlich beim Wettbewerb beworben. Die eingereichten Wettbewerbsunterlagen und Konzepte wurden von der Jury im Januar 2006 sorgfältig bewertet. Ausgewählt wurden schließlich acht Schulprojekte, denen jeweils ein Zuschuss zur Umsetzung ihres Solarprojekts zugesagt wurde. Die Gewinnerschulen wurden am 28. März 2006 von Bildungssenator Willi Lemke und weiteren Mitgliedern der Jury feierlich ausgezeichnet.

Zur Umsetzung des Solarprojekts hatten die Schulen bis Ende April 2007 Zeit. Auf dem Weg zur Solarschule gab es viele Fragen zu klären und auch Hürden zu überwinden, was den meisten Schulen durch großes Engagement und Beharrlichkeit auch gelungen ist. So konnte nach langwierigen Abstimmungen bzw. nach Intervention auch der Projektjury zufriedenstellende Lösungen gefunden werden für die steuerrechtliche Handhabung von Solaranlagen bei Schulfördervereinen und auch für die Gestaltung der Dachnutzungsverträge für Solaranlagen auf den Schulgebäuden. Auch die Finanzierung der Solarprojekte konnte von fast allen Gewinnerschulen durch vielfältige Aktivitäten gemeistert werden.

Die Wilhelm-Wagenfeld-Schule und die Integrierte Stadtteilschule an der Hermannsburg in Bremen haben die notwendigen Finanzmittel jedoch nicht bis zum Stichtag 30. April 2007 vollständig einwerben können und die Installation einer Schul-Solaranlage auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Am Schulzentrum an der Drebberstraße in Bremen sowie am Schulzentrum Carl-von Ossietzky/Gewerbliche Lehranstalten waren indes durch Fremdinvestoren bereits im Jahr 2005 größere Solaranlagen installiert worden – mit einem Zuschuss von je 850 € konnte nun die Anschaffung von Solar-Unterrichtsmaterialien bzw. Anzeige-Displays an diesen Schulen erfolgreich unterstützt werden.

Mit dem Schulzentrum SII Utbremen, dem Schulzentrum Sek II an der Alwin-Lonke-Straße (beide Bremen), der Astrid-Lindgren-Schule und dem Schulzentrum Geschwister Scholl (beide Bremerhaven) haben vier Schulen neue Solaranlagen mit einer Leistung zwischen 1,1 und 5,1 kWp errichtet.

Bei diesen vier Projekten sind Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 13 kWp installiert worden. Damit können jährlich über 10.000 kWh Strom erzeugt und die Umwelt um über 6000 kg Kohlendioxid pro anno entlastet werden. Fast 100.000 Euro wurden in die Schul-Solaranlagen investiert. Gut 10.000 Schülern konnte die Sonnenenergienutzung so praktisch veranschaulicht werden.

Die Solar-Schulen haben zudem eindrucksvoll bewiesen, wie vielfältig und fächerübergreifend das Thema "Solarenergie" vermittelt und in das Schulleben eingebracht werden kann. Der jungen Generation konnte so anschaulich die Nutzung der innovativen und zukunftsträchtigen Solarenergie aufgezeigt werden.

Die ausgeklügelten pädagogischen sowie die praxiserprobten finanzorganisatorischen Konzepte zur Umsetzung von Solarprojekten an Schulen können sich durchweg sehen lassen. Diese vorbildlichen Leuchtturmprojekte sollen nun auch anderswo Schule machen!

Finanziell wurde das Projekt von der Bremer Energie-Konsens gefördert. Wertvolle Unterstützung wurde dem Projekt durch die Kooperationspartner B.U.N.D., der Bremerhavener Energie-Agentur sowie dem ¾ +-Projekten in Bremen und Bremerhaven zuteil. Auch die Unterstützung seitens der Projektjury, vielen engagierten Mitstreitern in Schulen, Behörden und dem Solarunternehmen SunTechnics hat zum Gelingen des Projekts beigetragen.

Im November 2005 wurde „Solar-Spaß an Schulen“ als offizielles Projekt der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Alle Schulprojekte sind ausführlich dokumentiert auf der Projektwebsite unter "Schulprojekte".